Grenzsteuersatz-Rechner 2026

Was zahlst du wirklich auf den nächsten Euro Gehaltserhöhung?

€/Jahr
15.000 €250.000 €
Veranlagung

Die Schätzung Brutto → zvE basiert auf Pauschalen (Werbungskosten 1.230 €, Vorsorgeaufwendungen). Eine echte Steuererklärung kann durch individuelle Werbungskosten oder Sonderausgaben abweichen.

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Theorie — was sagen die Tabellen?

Grenzsteuersatz (§32a EStG)
34,0 %

Steuer auf den nächsten Euro deines zvE.

Durchschnittssteuersatz
19,9 %

Tatsächliche ESt geteilt durch dein zvE.

Geschätztes zvE
45.954 €
Tarifliche ESt
9.155 €
Tarifzone
2. Progressionszone (17.800 – 69.878 € zvE)

Achtung: Der Grenzsteuersatz gilt nur für den nächsten Euro deines zvE. Auf dein gesamtes Einkommen zahlst du nur den Durchschnittssteuersatz.

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Realität — was zahlst du wirklich?

Echter Grenz-Abgabensatz
48,1 %

Das nimmt der Staat dir vom nächsten Euro Brutto wirklich weg.

  • Einkommensteuer27,0 %
  • Krankenversicherung8,7 %
  • Pflegeversicherung1,8 %
  • Rentenversicherung9,3 %
  • Arbeitslosenversicherung1,3 %
Soli
0 €
Kirchensteuer
0 €
SV-Anteil AN
13.050 €
Netto/Jahr
37.795 €
Wichtig: Über den Beitragsbemessungsgrenzen fallen keine Sozialabgaben mehr an, dein echter Grenz-Abgabensatz sinkt dort wieder.
  • • KV/PV-BBG (5.812,50 €/Monat): noch 9.750 € Brutto/Jahr bis zur Schwelle.
  • • RV/AV-BBG (8.450 €/Monat, 2026 bundeseinheitlich): noch 41.400 € Brutto/Jahr bis zur Schwelle.
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Optimierung & Hebel

3.000 € / Jahr
1.200 €24.000 €
Von 3.000 € Brutto-Erhöhung bleiben dir netto:
1.542 €
(51,4 % der Erhöhung)
Du verlierst 1.459 € (48,6 %) an Steuern und Sozialabgaben.
Vorher Netto/Jahr
37.795 €
Nachher Netto/Jahr
39.337 €

Häufige Einkommensstufen im Detail

Spezielle Lebenssituationen

8 hartnäckige Mythen über den Grenzsteuersatz

Was Stammtisch und Boulevard immer wieder behaupten — und was wirklich stimmt.

  • ✗ Mythos 1: Wenn ich in den Spitzensteuersatz rutsche, ist mein gesamtes Einkommen mit 42 % besteuert.
    ✓ Korrektur: Falsch. Nur der Anteil deines zvE über der Schwelle von 69.879 € (Grundtarif) wird mit 42 % besteuert. Die unteren Zonen — Grundfreibetrag, Eingangs- und Progressionszone — bleiben unverändert. Dein DURCHSCHNITTSsteuersatz liegt deshalb deutlich unter 42 %, selbst wenn dein Grenzsteuersatz 42 % beträgt.
  • ✗ Mythos 2: Eine Gehaltserhöhung kann sich nicht lohnen.
    ✓ Korrektur: Falsch. Auch bei einem echten Grenz-Abgabensatz von 50 % bleiben dir 50 % der Erhöhung netto. Es gibt im deutschen Steuertarif keine 'Falle', in der eine höhere Gehaltsstufe zu weniger Netto führt. Die Progression ist stetig — kein Sprung.
  • ✗ Mythos 3: Mein Grenzsteuersatz steht auf meinem Lohnzettel.
    ✓ Korrektur: Falsch. Dein Lohnzettel zeigt Brutto, Lohnsteuer, Soli, KiSt und Netto — aber nicht den Grenzsteuersatz. Den musst du selbst berechnen (oder hier oben eingeben).
  • ✗ Mythos 4: Splitting bringt Ehepaaren immer einen Vorteil.
    ✓ Korrektur: Falsch. Bei zwei Partnern mit identischem Einkommen ist der Splittingvorteil exakt 0 €. Maximalen Vorteil hat das Splitting nur bei großer Spreizung — z. B. wenn einer 100k verdient und der andere 0. Faustregel: Je ungleicher die Einkommen, desto höher der Splittingvorteil.
  • ✗ Mythos 5: Über der Beitragsbemessungsgrenze (BBG) werde ich höher besteuert.
    ✓ Korrektur: Genau umgekehrt. Über der BBG fallen keine Sozialabgaben mehr an. Dein echter Grenz-Abgabensatz sinkt dort von ~53 % auf nur noch reine Steuern (~46–48 %). Eine Gehaltserhöhung wird über der BBG also effizienter — das Gegenteil einer Falle.
  • ✗ Mythos 6: Werbungskosten sparen mir den vollen Betrag an Steuern.
    ✓ Korrektur: Falsch. Werbungskosten senken dein zvE — sparen also nur Steuern in Höhe von Werbungskosten × Grenzsteuersatz. Beispiel: Bei 36 % Grenzsteuersatz spart 1.000 € extra Werbungskosten exakt 360 € Steuern, nicht 1.000 €.
  • ✗ Mythos 7: Solidaritätszuschlag ist abgeschafft.
    ✓ Korrektur: Teilweise. Für rund 90 % der Lohnsteuerzahler entfällt der Soli durch die Freigrenze (19.950 € ESt für Ledige). Spitzenverdiener zahlen weiter — voller Satz 5,5 % der Einkommensteuer. Bei einem Bruttojahreseinkommen ab ca. 73.000 € (Single) wird der Soli wieder relevant.
  • ✗ Mythos 8: Der Rechner zeigt mir meinen exakten Steuerbescheid.
    ✓ Korrektur: Nein, das ist eine Schätzung auf Basis der Tarif-Pauschalen (§9a/§10c EStG, Vorsorgepauschale). Eine echte Steuererklärung kann durch individuelle Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen abweichen. Wenn du dein zvE direkt aus dem letzten Steuerbescheid einträgst (Profi-Mode), wird's exakt.

FAQ

Weiter rechnen — passende Tools

Methodik & Quellen

  • §32a EStG 2026: Gesetz v. 23.12.2024 (BGBl 2024 I Nr. 449), in Kraft 01.01.2026. Tarifformel mathematisch identisch mit dem amtlichen BMF-Steuerrechner.
  • Sozialversicherungs-Rechengrößen 2026: Verordnung des Bundeskabinetts vom 08.10.2025; in Kraft am 01.01.2026. BBG-RV erstmals bundeseinheitlich.
  • zvE-Schätzung: Pauschalansatz mit Werbungskostenpauschale (1.230 €), Sonderausgabenpauschale (36 € / 72 €), Vorsorgepauschale-Annäherung nach §39b Abs. 2 Satz 5 Nr. 3 EStG. Eine echte Steuererklärung kann durch individuelle Aufwendungen abweichen.
  • Echter Grenz-Abgabensatz: numerische Differenz auf +100 € Brutto; berücksichtigt ESt, Soli, KiSt sowie AN-Anteile aller vier SV-Zweige inklusive BBG-Deckelung.
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